Im von der Corona-Pandemie überschatteten Wirtschaftsjahr 2020/21 erzielten die 55 Oxfam Shops einen Netto-Umsatz von 7,9 Millionen Euro – fast eine Halbierung im Vergleich zum Vorjahr.

Gründe dafür liegen in lockdownbedingten Geschäftsschließungen aller unserer Läden, pandemiebedingten Einschränkungen und einer verhaltenen Kauflaune. Da viele Ehrenamtliche zu einer COVID-19-Risikogruppe gehören, arbeiteten zahlreiche Shops über einen längeren Zeitraum mit kleineren Teams und mussten die Öffnungszeiten teilweise stark einschränken.

Shop-Umsätze 2020/2021

Aufgrund der massiven Umsatzeinbußen konnten die üblichen Mittel nicht an den Oxfam Deutschland e.V. weitergeleitet werden; die ansonsten überwiegend unentgeltlichen Verwaltungsdienstleistungen wurden in Rechnung gestellt.
Wo immer möglich wurden Shop-Kosten und vor allem Personalkosten der hauptamtlichen Mitarbeitenden reduziert. Unter anderem wurde zweimal für jeweils einige Wochen Kurzarbeit für einen Teil der Belegschaft angeordnet.
Für einige Shops gelang es dank entgegenkommender Vermieter*innen, geringere Mieten zu vereinbaren.
Zur Überwindung des massiven finanziellen Engpasses halfen ein inzwischen wieder abgelöster Kredit des Oxfam Deutschland e. V. sowie staatliche Überbrückungshilfen. Diese lagen bei Zahlung über den Erwartungen, sodass ein positives Nachsteuer-Ergebnis in Höhe von 423.000 Euro erzielt wurde.
Die gGmbH steht nun wieder auf solider Grundlage, bleibt jedoch in hohem Maße abhängig von der weiteren Entwicklung der Pandemie.

Verwendung Shop-Umsätze 2020/2021

Trotz erschwerter Bedingungen sammelten die Oxfam Shops neben Sachspenden auch Spendengelder in Höhe von rund 142.000 Euro (Vorjahr 313.000 Euro) für die Arbeit des Oxfam Deutschland e.V.

Im Jahresdurchschnitt wurden 64 Mitarbeiter*innen beschäftigt, davon im Schnitt 30 Teilzeitbeschäftigte. 

Weitere Zahlen können Sie dem Jahresbericht 2020/2021 entnehmen.