Kürzen kostet Frauenrechte!
Die Bundesregierung plant drastische Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe – mitten in einer Zeit, in der Frauen, Mädchen und benachteiligte Gruppen weltweit besonders auf diese Mittel angewiesen sind. Gesundheit, Bildung, Schutz vor Gewalt: All das steht auf dem Spiel, während die tatsächlichen Einsparungen für Deutschland minimal sind.
Warum die Kürzungen besonders Frauen, Mädchen und benachteiligte Gruppen gefährden
Frauen, Mädchen und LGBTQIA+-Personen bilden die Mehrheit der Menschen, die in Armut leben. Fast acht Millionen schwangere Frauen in Krisengebieten benötigen humanitäre Unterstützung. Das Risiko während Schwangerschaft oder Geburt zu sterben, ist dort bis zu fünfmal höher als in stabilen Regionen. Ohne ausreichende Mittel schließen mobile Kliniken, Hebammenprogramme und Schutzräume für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen. Schulen können nicht mehr ausreichend finanziert werden, Mädchen und Kinder mit besonderen Bedürfnissen verlieren zuerst den Zugang zu Bildung.
Organisationen für Frauenrechte schaffen weltweit sichere Räume, neue Jobs und Vorbilder – und jede gestärkte Frau verändert ihr Umfeld positiv mit.
Rose Roshia kandidiert im nigerianischen Guyuk als Bezirksrätin. Unterstützung und das nötige Wissen hat sie von Oxfams lokalen Partnerorganisationen erhalten.
Wir können nicht einfach tatenlos zusehen, wie Männer alles entscheiden, obwohl Frauen die Mehrheit bilden.
Das fordern wir
Wir wollen mit unserer diesjährigen Kampagne „Solidarität nicht kaputtsparen – Gemeinsam für Frauenrechte!" ein klares Signal senden: Die Unterstützung von Frauen ist nicht verhandelbar. Wir brauchen eine starke Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit, die Leben rettet, Gleichberechtigung schafft und Demokratie stärkt.
Daher fordern wir im Bündnis mit anderen Organisationen in einer Petition von der Bundesregierung: Kürzungen stoppen und in Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit investieren. Es darf nicht bei denen, die unsere Solidarität am dringendsten brauchen, gespart werden. Menschenrechte und Gleichberechtigung stärken, bedeutet Hunger, Armut und Abhängigkeiten überwinden zu können. Frauen sollen selbst über ihr Leben entscheiden und Kinder überall eine Zukunft haben.
Das kannst du tun
Setze mit Oxfam ein Zeichen für globale Solidarität und Frauenrechte.
Fordere die Bundesregierung auf, Kürzungen bei Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zu stoppen!
Du kannst die Petition online oder direkt im Oxfam Shop unterschreiben.
Die gesammelten Unterschriften werden zwischen Ende September und Anfang Oktober 2026 an Bundeskanzler Friedrich Merz oder Vizekanzler Klingbeil oder eine*n Regierungsvertreter*in überreicht.
Was bringt Entwicklungszusammenarbeit?
Seit dem Jahr 2000 konnte die weltweite Kindersterblichkeit mehr als halbiert werden, die Müttersterblichkeit ist um über ein Drittel gesunken.
Die Einschulungsraten von Mädchen weltweit stiegen auf über 90 Prozent. Inzwischen können ca. 87 Prozent aller Menschen weltweit lesen und schreiben, 1960 waren es nur 42 Prozent.
Bei Krisen und Katastrophen stehen Frauen vor besonders großen Herausforderungen. Wie Marwa*, die mit ihren Kindern im Geflüchteten-Camp in Gaza lebt. Im Alltag gibt es kaum Rückzugsorte oder Privatsphäre. Gemeinsam mit lokalen Partnern stattet Oxfam Frauen wie Marwa mit diskret waschbarer Menstruationswäsche aus. Wenn Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe gekürzt werden, sind Projekte wie dieses in Gefahr.
*Name zum Schutz der Person gekürzt