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2026: Fashion Revolution Week

Fashion Revolution Week
© Lisa Belle | Oxfam
  • Über 1.100 Tote und mehr als 2.500 Verletzte: Vom 22. bis 28. April 2026 ist Fashion Revolution Week – eine Erinnerung an den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch am 24. April 2013. Dieses Jahr findet die Fashion Revolution Week zum 12. Mal statt.

  • Was ist die Fashion Revolution Week?

    Im Mittelpunkt steht der sogenannte Fashion Revolution Day am 24. April. Er dient als Gedenktag – aber auch als Weckruf. Denn die Bedingungen, unter denen ein Großteil unserer Kleidung produziert werden, sind oft problematisch.

    Die Aktionswoche rund um diesen Tag soll genau darauf aufmerksam machen: auf Missstände, aber auch auf Möglichkeiten, Mode fairer und nachhaltiger zu gestalten.

  • Das diesjährige Motto: Bewusste Mode ist eine gemeinsame Aufgabe

    In diesem Jahr thematisiert die Fashion Revolution Week, dass bewusste Mode eine gemeinsame Aufgabe ist. Die Vision: ein Modesystem, das fair für Menschen, sicher für Arbeiter*innen und respektvoll gegenüber unserem Planeten ist. Eine Branche, die transparent arbeitet und ethische Standards einhält.

    Es geht nicht nur um Kritik, sondern auch um Hoffnung auf Veränderung. Die Bewegung ruft dazu auf, aktiv zu werden:

    • Fragen stellen: „Who made my clothes?“
    • sich informieren
    • Marken zur Verantwortung ziehen
    • selbst bewusster konsumieren 
  • Oxfam für die Fashion Revolution Week 2025
    © Lisa Belle | Oxfam
  • Warum wir einen Wandel der Mode brauchen

    Die Zahlen von Fashion Revolution zeigen deutlich, wie dringend dieser Wandel ist.

    Kaum Transparenz bei Produktionsmengen: Jährlich werden schätzungsweise zwischen 80 und 150 Milliarden Kleidungsstücke produziert. Dennoch legen nur etwa 11 Prozent der großen Modemarken offen, wie viel sie tatsächlich herstellen.

    Tausende Chemikalien im Einsatz: Mehr als 8.000 synthetische Chemikalien kommen in der Textilproduktion zum Einsatz. Doch nur rund ein Drittel der Marken macht Angaben dazu, welche Stoffe verwendet werden.

    Immer mehr Konsum: Der weltweite Modekonsum könnte bis 2030 um 63 Prozent steigen. Bis 2050 könnte sich die verkaufte Kleidungsmenge sogar mehr als verdreifachen.

    Hoher Wasserverbrauch – wenig Offenlegung: Nur etwa 24 Prozent der Unternehmen geben an, wie viel Wasser sie für Produktion und Verarbeitung verbrauchen.

    Klimaziele in Gefahr: Prognosen zeigen, dass der Modesektor allein das 1,5-Grad-Ziel deutlich überschreiten könnte.

    Menschenrechte unter Druck: Rund 50 Millionen Menschen lebten 2021 in moderner Sklaverei – darunter etwa 12 Millionen Kinder, viele davon in globalen Lieferketten.

    Wachsende Müllberge: Bereits 26,6 Millionen Tonnen Textilabfälle wurden in verschiedenen Ländern erfasst – Tendenz steigend.

    Existenzsichernde Löhne? Kaum transparent: 99 Prozent der großen Modemarken geben nicht an, ob Arbeiter*innen in ihrer Lieferkette einen existenzsichernden Lohn erhalten.

  • We are Fashion Revolution
    © Lisa Belle | Oxfam
  • So beteiligen sich die Oxfam Shops

    Auch die Oxfam Shops wollen auf die katastrophalen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie aufmerksam machen und mit unserem Konzept für mehr Nachhaltigkeit sorgen: Unsere Secondhand-Läden verkaufen gebrauchte Kleidung. So werden vorhandene Sachen länger genutzt, was gut für den Menschen und die Umwelt ist.

    Wer bei uns Secondhand-Kleidung kauft oder Sachen spendet, tut Gutes und setzt sich für eine gerechte Welt ohne Armut ein. Denn die erwirtschafteten Gelder kommen der Nothilfe- und Entwicklungsarbeit von Oxfam zugute.

    Wo ist der nächste Oxfam Shop?