Wie Ungleichheit die Demokratie gefährdet
Milliardär*innen besitzen so viel wie nie zuvor. Im letzten Jahr ist ihr Vermögen um weitere 2,5 Billionen US-Dollar gewachsen. Dieser Anstieg entspricht fast dem gesamten Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung.
Während die Ungleichheit in vielen Regionen wächst und eine privilegierte Minderheit immer reicher wird, sind Milliarden von Menschen von Armut und Hunger betroffen.
Ungleichheit gefährdet Demokratie
Der Ungleichheits-Bericht zeigt, wie sich Superreiche mit ihren beispiellosen Ressourcen politische Macht sichern und die öffentliche Meinungsbildung beeinflussen, um die Regeln von Wirtschaft und Gesellschaft zu ihrem eigenen Vorteil zu gestalten.
Eine Politik auf Kosten der Mehrheit führt dazu, dass immer mehr Menschen das Vertrauen in demokratische Institutionen verlieren. Das spielt antidemokratischen, rechtsextremen Parteien in die Hände, die vielerorts an Unterstützung und Macht gewinnen und die Zerstörung der Demokratie vorantreiben.
Oxfam fordert: Milliardär*innen besteuern, Gerechtigkeit schaffen!
Es ist Zeit, Superreiche stärker in die gesellschaftliche Verantwortung zu nehmen und sie angemessen zu besteuern. So können die für die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit so wichtigen Investitionen in soziale Gerechtigkeit, die Gleichstellung der Geschlechter und den Klimaschutz hier und weltweit gestemmt werden.
Um die Macht der Superreichen einzudämmen, müssen Regierungen außerdem dafür sorgen, dass der finanzielle Einfluss von Milliardär*innen und Konzernen auf Politik, Eigentum und die Kontrolle von Medien beschränkt wird.