Oxfam ist eine weltweit tätige Nichtregierungsorganisation, die seit mehr als 75 Jahren  Menschen in Krisenregionen und armen Ländern des globalen Südens unterstützt. Jetzt kämpfen Oxfams Secondhand-Shops selbst um ihre Existenz. Sie sind ganz konkret von der Corona-Krise betroffen: Seit dem 16. März sind die 54 Oxfam Shops, die die NGO in 34 deutschen Städten betreibt, geschlossen. Die Erlöse fehlen nun dort, wo Oxfams Unterstützung gerade jetzt dringend nötig ist: in armen Ländern des globalen Südens. Deshalb möchte Oxfam die Secondhand-Läden so bald wie möglich wieder öffnen.  

Überflüssiges wieder flüssig machen – mit vereinter und mit zusätzlicher Kraft

Ohne zusätzliche Kräfte geht das nicht: Die Shops werden ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen betrieben. Viele der Freiwilligen gehören jedoch zu einer Risikogruppe. Oxfam Deutschland nimmt seine Verantwortung gegenüber den Shop-Mitarbeiter*innen ernst und will sie vor einer Infektion schützen: Wer möchte, darf und soll sein Ehrenamt pausieren. Das führt jedoch zu akuten personellen Engpässen.  

Damit die Oxfam Shops nach anderthalbmonatiger Schließung ab Anfang Mai Überflüssiges für den guten Zweck wieder flüssig machen können, brauchen die Läden für eine Übergangszeit dringend weitere, tatkräftige Helfer, die die Läden im Wortsinn schmeißen.

Hygienemaßnahmen und Maske auf: Infektionsschutz ist gewährleistet

Natürlich werden nach der Wiedereröffnung in den Shops für Mitarbeiter*innen, Spender*innen und Kund*innen umfangreiche Vorsichts- und Sicherheitsmaßnahmen ergriffen: Nur eine begrenzte Anzahl an Menschen darf sich zeitgleich im Shop aufhalten. Am Eingang stehen Desinfektionsstationen zum Reinigen der Hände. Das Tragen einer Behelfsmaske, die Mund und Nase bedeckt, ist verpflichtend. An den Kassen wird ein Kontaktschutz eingerichtet. Außerdem achtet Oxfam darauf, dass Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Alle Mitarbeiter*innen, Spender*innen und Kund*innen der Oxfam Shops können also sicher sein, dass sie während des Engagements und des Aufenthalts in einem Shop bestmöglich vor einer Infektion mit dem Corona-Virus geschützt werden. 

Mitmachen macht Spaß und hilft helfen!

Das erwartet die neuen Freiwilligen: Nach einer kurzen Einarbeitung – vermittelt werden zum Beispiel Warenkenntnisse – nehmen sie Secondhand-Artikel entgegen, sortieren die Ware und kassieren. „Dafür sollten sie uns pro Woche (mindestens) drei bis fünf Stunden ihrer Zeit schenken. Das hilft, damit sich Oxfam weiter für seine Nothilfe- und Entwicklungsarbeit und für das Ziel einer gerechten Welt ohne Armut für alle einsetzen kann. Das macht – nebenbei bemerkt – eine Menge Spaß und ist super spannend“, sagt Matthias Scholl, Regionalleiter West und Süd der Oxfam Shops. 

Vom Einsatz der Freiwilligen hängt das Überleben der Shops ab – und damit auch, dass Oxfam seine wichtige Arbeit fortsetzen kann, auch und gerade dort, wo die Folgen der Pandemie besonders gravierend sein werden. Deshalb wünscht Matthias Scholl sich: „Macht mit – und bewegt mit uns die Welt! Gerade in diesen schwierigen Zeiten!“