„Die Arbeit mit und für Menschen ist mir wichtig“

Tiny Sachs fing in der Tourismus-Branche an, betreute während ihrer Elternzeit Kinder als Tagesmutter und arbeitete an einer Grundschule als Betreuerin. Bis zur Rente war sie 13 Jahre im Bürgerservice einer Kreisverwaltung tätig, wo sie intensiv mit und für Menschen arbeiten konnte.

Der Ruhestand im Sinne von „Ruhe“ oder „Stand“ ist nichts für sie. Sie bleibt lieber in Bewegung und wollte einen „Neustart in den neuen Lebensabschnitt“. Deshalb war der Reiz, den Shop im Oeder Weg mit aufzubauen, besonders groß.

„Bei Oxfam anzufangen war für mich und mein Leben stimmig.“

Seit der Eröffnung des Oxfam Shops Frankfurt-Nordend im Sommer 2016 ist sie nun als Ehrenamtliche dabei. Auf Oxfam aufmerksam geworden ist sie schon ein Jahr früher durch den Selbstversuch „365 Tage Secondhand“ von Hindi Kiflai. „Ein Grund, für Oxfam zu arbeiten, ist die Nachhaltigkeit“, sagt Tiny.

„Und der Kontakt und die Arbeit mit Menschen sind mir wichtig“, sagt sie. Mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Oxfam Shop hat Tiny eine „sinnvolle, sozial engagierte Beschäftigung in einem tollen Team aufgenommen – außerhalb von Familie und Haushalt.“ Wobei sie hier gesegnet ist: Ehemann, drei Söhne und ihre Frauen, fünf Enkelkinder, Haus und Garten.

Im Shop verkauft sie gern. „Zum einen, weil das der Hauptzweck der Oxfam Shops ist, zum anderen, weil ich den Kontakt zu der Kundschaft mag“, sagt sie. Aber auch die Arbeit hinter den Kulissen – wie die Vorbereitung der gespendeten Sachen, ehe sie als Ware in den Verkauf kommen – macht ihr in der Funktion als Kleiderkoordinatorin viel Spaß. Außerdem ist sie als Teil des Shop-Leiter/innen-Teams mitverantwortlich dafür „dass der Laden läuft. Und das tut er!“

„Es ist toll, wenn Menschen ein Team bilden, sich gegenseitig ergänzen und an einem Strang ziehen.“

Zu einem der schönsten Erlebnisse im Shop gehört für Tiny die Modenschau zum ersten Shop-Geburtstag. Kund/innen und Mitarbeiter/innen waren Model. Sie selbst auch. „Wir hatten viel Spaß bei den Vorbereitungen und es war eine tolle Atmosphäre. Es war ein schönes Team-Erlebnis, aber auch mit dem Publikum im Shop“, fasst sie zusammen.

Die Katastrophenhilfe von Oxfam findet Tiny besonders wichtig. Nicht zuletzt, weil die Nachrichten aus der Welt sie bewegen. „Gestern habe ich noch vorm Fernseher geweint angesichts der Lage in Bangladesch.“